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Gemeinwohlökonomie: Veranstaltung

Aus dem FALTER 12/2014

In unsicheren Zeiten blühen neue ökonomische Konzepte. Zum Beispiel die sogenannte „Gemeinwohlökonomie“, die weitgehend auf einer Idee des Publizisten Christian Felber basiert. Der Grundgedanke: Unternehmen sollen sich nicht mehr nur ihrem eigenen Gewinn verpflichtet fühlen, sondern einem Gemeinwohl, das ziemlich exakt durchdacht und durchdefiniert ist. Kommenden Mittwochabend diskutiert im Rahmen von „streit@bar: Geld oder leben?“ eine hochkarätige Runde über das Konzept. Neben Felber selbst nehmen Standard-Journalist Eric Frey, WU-Vizerektorin Regina Prehofer, Erste-Stiftung-Vorstandsmitglied Franz Karl Prüller und der Waldviertler Schuhrebell Heini Staudinger teil. Eine Konstellation, die kontroversiell zu werden verspricht. Wen also nicht abschreckt, dass die Diskussion erst recht spät beginnt nichts wie hin.

Joseph Gepp

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Ein Diplomat als Lebensretter

Joseph Gepp

Bis heute zieren seine Denkmäler nicht nur die ungarische Hauptstadt Budapest. Raoul Wallenberg, schwedischer Diplomat im Ungarn des Zweiten Weltkriegs, rettete tausende dortige Juden vor dem Holocaust. Er stellte dazu sogenannte Schutzpässe aus und ergriff andere Hilfsmaßnahmen. Wallenberg starb 1947 in Moskau, wohin ihn die Sowjetarmee verschleppt hatte. Tanja Schult, Dozentin an der Universität Uppsala in Schweden, hat sich auf vielfältige Weise mit Wallenberg auseinandergesetzt. Sie dissertierte etwa über seine Darstellung in zeitgenössischen Denkmälern und kuratierte eine Wallenberg-Ausstellung in Stockholm. In Wien spricht Schult kommende Woche über „Raoul Wallenberg in Kunst und Populärkultur“. Der Eintritt ist frei.

Raoul Wallenberg (Wikipedia)

Raoul Wallenberg (Wikipedia)

Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Dachfoyer, Do 18.30

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„Mediengipfel“ in Lech: Die Stimmung wird immer pessimistischer

Aus dem FALTER 49/2012

In der Krise werden Worte und Gedanken grundsätzlich. Diesen Eindruck konnte gewinnen, wer vergangene Woche den sogenannten „Mediengipfel“ in Lech am Arlberg verfolgte. Dort treffen sich jedes Jahr Politiker, Intellektuelle und Journalisten, um über Europas Zukunft zu reden.

Hier, wie bei ähnlichen Veranstaltungen, zeigt sich derzeit: Während früher über Details von Institutionen und Konfigurationen debattiert wurde, geht es nun öfter ums Ganze.

So etwa bei Bernd Kolb, deutscher E-Commerce-Pionier und Gründer des Club of Marrakesh; dieser forderte in seinem Vortrag gleich ein völlig neues Welt- und Menschenbild, um die Krise zu meistern. In einer anschließenden Diskussion, an der etwa Franz Fischler und der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf teilnahmen, ging es um das – auch eher grundsätzliche – Thema Wohlstand ohne Wachstum.

Am nächsten Tag präsentierte der Medienwissenschaftler Matthias Karmasin rechtzeitig zum großen Zeitungssterben eine Studie über Medien in 14 Ländern Europas. Ergebnis: Mit Ausnahme Italiens und Ungarns ist es nicht mehr der politische Druck, den Journalisten als größte Gefahr für ihre Zunft begreifen, sondern immer mehr der ökonomische Einbruch.

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