„Es gibt intensive Gespräche“

Aus profil 6/17

Großbritanniens Banker sind nervös. Im Zuge des Brexit könnten sie ihre Zulassung für Kontinentaleuropa verlieren. Manche wälzen bereits Umzugspläne in Richtung Festland. Laut deutschen Medien gibt es etwa Anfragen bei der Bankenaufsicht BaFin in Deutschland. Und in Österreich?

„Es gibt einzelne Anfragen britischer Finanzdienstleister, diese sind aber in einem sehr frühen Stadium“, sagt Klaus Grubelnik, Sprecher der heimischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) auf profil-Anfrage. „Insbesondere gibt es aber intensive Gespräche mit Beratungsunternehmen – Unternehmensberatern, Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten -, die das Umfeld in Österreich ausloten.“ Auch wenn die Modalitäten des Brexit vorläufig unklar sind, ist also im Hintergrund Einiges in Bewegung. Potenziell geht es dabei um Tausende Arbeitsplätze im Bankensektor.

Grundsätzlich haben die Finanzmärkte Großbritanniens und Österreichs kaum Berührungspunkte, weil Österreich stark auf Osteuropa konzentriert ist. Die FMA rechnet hierzulande mit „keinen spürbaren negativen Auswirkungen des Brexit“. In Österreich sind derzeit vier britische Banken mit Niederlassungen vertreten – Royal Bank of Scotland, Macquarie Bank International, Europe Arab Bank und FCE Bank.

Im vergangenen Herbst bekundete ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling zudem die Absicht, die – derzeit in London ansässige – Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) nach Wien holen zu wollen.

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