Buch: Vielseitig geprägter Forscher

Aus dem FALTER 47/2014

Der Österreicher Paul Watzlawick, der 2007 in Kalifornien verstarb, war nicht nur ein bedeutender Kommunikationswissenschaftler. Er verstand es, sein Wissen in populärwissenschaftlichen Werken von geradezu einmaliger Qualität unters Volk zu bringen – zum Beispiel in der legendären „Anleitung zum Unglücklichsein“.

Nun liegt erstmals eine umfassende Biografie des Kärntners vor, verfasst von seiner Großnichte Andrea Köhler-Ludescher. Mit unzähligen Quellen und nach penibler Recherche zeigt die Autorin, was Watzlawicks Leben und Wirken geprägt hat. Zum Beispiel Todesangst als Soldat im Zweiten Weltkrieg, jahrelange Aufenthalte in Indien und Mittelamerika als junger Psychologe oder später die Konfrontation mit dem konsumistischen US-amerikanischen Lebensstil als gefeierter Wissenschaftler am Mental Research Institute in Palo Alto. Vielschichtig und lesenswert!

Andrea Köhler-Ludescher: Paul Watzlawick. Die Entdeckung des gegenwärtigen Augenblicks. Huber, 338 S., € 30,80

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