Alte Donau: Badehüttenbesitzer verlieren ihre alten „Kabanen“

Aus dem FALTER 36/2014

Reportage: Joseph Gepp
Foto: Heribert Corn

Solange es heiß war, schoben sich Menschenmassen über die Arbeiterstrandbadstraße an der Alten Donau. Jetzt haben sie sich verzogen. Nur Renate Steinmann, 45, ist noch in ihrer „Kabane“, einer dauerhaften Badehütte. Den halben Sommer verbringt die Lehrerin aus dem dritten Bezirk hier. „Aber nicht mehr lang“, sagt sie und wedelt mit dem Räumungsbescheid.

Steinmanns Kabane liegt im Arbeiterstrandbad, einem Privatbad, das über ein daneben liegendes Fitnessstudio zugänglich ist, für Dauermieter und für Studiobenutzer. Eben das plant die Gemeinde Wien zu ändern. Und löst damit unter Kabanenbesitzern einen Aufstand aus.

Das Bad soll laut Gemeinde zu einer öffentlichen Liegewiese werden, die alten Kabanen müssen weichen. Eine Katastrophe, meint Steinmann. „Hier wird auch ein jahrzehntealtes soziales Gefüge einfach zerstört.“ Der zuständige Arbeiterschwimmverein bietet den Betroffenen nun immerhin Ausweichquartiere in der Nähe an.

Das bislang privat genutzte Arbeiterstrandbad soll laut Gemeinde zur öffentlichen Liegewiese werden, die alten Kabanen müssen dafür weichen. Kabanenmieter wie Renate Steinmann (4. v. l.) wollen das nicht hinnehmen FOTO: H. CORN

Das bislang privat genutzte Arbeiterstrandbad soll laut Gemeinde zur öffentlichen Liegewiese werden, die alten Kabanen müssen dafür weichen. Kabanenmieter wie Renate Steinmann (4. v. l.) wollen das nicht hinnehmen FOTO: H. CORN

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