AKH: Anklage gegen drei Spitzenbeamte im Vergabeskandal

Aus dem FALTER 33/2014

Bericht: Joseph Gepp

Im Jahr 2010 berichtete der Falter, wie Spitzenbeamte des Wiener Magistrats mutmaßlich missliebige Firmen bei öffentlichen Vergabeverfahren zum Rückzug zwingen. Geheime Telefonprotokolle aus der Chefetage des AKH legten diesen Verdacht nahe. Seither ermittelt die Justiz.

Nun liegt laut Presse – noch nicht rechtsgültig – die Anklage vor. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft drei ehemaligen Beamten der Stadt Wien Untreue, versuchten Betrug und schwere Erpressung vor. Das Strafmaß beträgt ein bis zehn Jahre.

Die Affäre handelt von einem Reinigungsauftrag im Wert von rund 50 Millionen Euro, der an die Personaldienstleistungsfirma Ago ging. Dabei sollen bessere Angebote übergangen und die Ausschreibung manipuliert worden sein. Geschäftspartner sollten unter Druck gesetzt worden sein, Angebote zurückzuziehen. Zahlreiche Indizien deuten auf ein intensives Naheverhältnis zwischen den angeklagten Beamten und der Firma Ago hin.

Die Firma selbst wurde jedoch nicht angeklagt, nur Vertreter der Gemeinde Wien. Auch AKH-Direktor Reinhard Krepler und seine aktuelle Verwaltungsdirektorin bleiben unbelastet. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Das Rote Wien

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s