Gegen den Klimawandel: Schafft ein, zwei, viele Alt-Wiener Vorhänge!

Aus dem FALTER 13/2014

Glosse: Joseph Gepp

Eine verantwortungsvolle Stadtzeitung wie der Falter achtet stets darauf, welche Wiener Besonderheit das Potenzial hat, der Welt in der schwierigen Zeit des Klimawandels weiterzuhelfen. Und hier sind wir kürzlich auf etwas Brauchbares gestoßen: den Alt-Wiener Windschutzvorhang.

Den Windschutzvorhang findet man in Kaffeehäusern, wo er hinter der Eingangstür ein Halbrund beschreibt. Wind und Kälte bleiben draußen, Zigarettenrauch bleibt drinnen. Dort bewirkt er auch eine angenehme Ritterburg-Atmosphäre. Eine Abart des Vorhangs findet sich auch in Straßenbahnen, wo er als schwerer Lederlappen Fahrer von Fahrgästen trennt.

Wie viel Energie könnte man sparen, würde man den Vorhang einfach allen Bürgern gesetzlich vorschreiben. Also, EU oder sonst wer: Baut keine Mauern – spannt Vorhänge!

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Eingeordnet unter Kurioses, Stadtleben, Wien

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