Im Zug: ein Hauch von Improvisation in einer durchgestylten Stadt

Aus dem FALTER 4/14

Glosse 

Aus Gründen, die sicher tief im Unterbewusstsein verborgen liegen, freuen wir uns immer diebisch, wenn wir in dieser durchorganisierten und durchgestylten Stadt auf Spuren von Improvisation und Zweckentfremdung stoßen. Wie zum Beispiel bei den Haken in den Schnellbahnen, an denen man die Fahrräder aufhängt. Und ja, das ist völlig unironisch gemeint.

Diese Haken sind mit Plastik überzogen, damit sie nicht zerkratzen. Es handelt sich aber nicht etwa um ein spezielles Fahrradhakenschutzplastik oder dergleichen – sondern schlicht um zugeschnittene Gartenschläuche.

Dahinter steckt irgendein kreativer Kopf. Arbeitet er bei den ÖBB? Oder bei der Firma, die die Waggons baut? Hat sein Chef geschimpft wegen der Dilettanterei? Oder ihn gelobt? Wir wissen es nicht. Aber wir bedanken uns. Und bitten um mehr davon.

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Eingeordnet unter Kurioses, Verkehr, Wien

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