Nordkorea: wie sich eine unmoralische Geschäftsidee rächt

Aus dem FALTER 47/2013

Glosse: Joseph Gepp

Der Westen ist dekadent, hieß es früher gern im Osten. Drogensucht und Selbstzerstörung galten als Auswüchse des westlichen Individualismus, etwa in der DDR. Auch die nordkoreanische Propaganda – von der sich jede Menge im Internet findet – geht noch heute in diese Richtung.

In Nordkorea jedoch ging man weiter und wollte zur westlichen Dekadenz noch seinen Beitrag leisten. Also stieg das Land in den Nullerjahren groß in die Amphetaminproduktion ein. Ziel: Devisen vom Klassenfeind.

Und heute? Bis zu 50 Prozent der Bewohner einiger Landstriche sind abhängig, schreibt das Wall Street Journal, vor allem von der Droge Crystal Meth. Diese entstehe in Hinterhoflaboren im ganzen bettelarmen Land.

Ganz so dekadenzresistent scheint der Osten dann auch nicht gewesen zu sein.

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