Copa Kagrana: Türkische Efes-Gruppe weiß nichts von angeblichem Kauf

Aus dem FALTER 43/2013

Joseph Gepp

Es ist eine leidige Geschichte: Schon seit Jahren hätte die Gemeinde Wien gerne einen neuen Betreiber für die Lokalmeile Copa Kagrana an der Donau. Diese wird derzeit vom Gastronomen Norbert Weber betrieben – und verfällt stellenweise. Die Stadt hat 2010 eine Räumungsklage eingebracht. Seitdem wird prozessiert.

Nun will, wie das Wochenmagazin Format berichtet, Weber seine Pachtrechte abtreten. Und zwar an die türkische Efes-Gruppe, Hersteller des gleichnamigen bekannten Bieres, mit der laut Weber Verhandlungen laufen. Die Intention ist klar: Weber will seinen Einfluss auf die lukrative Partymeile nicht verlieren.

Allerdings: Wie ein Anruf bei Sabex, dem österreichischen Lizenznehmer von Efes ergibt, weiß der türkische Konzern gar nichts von angeblichen Verhandlungen. „Uns ist nichts über solche bekannt“, sagt Marketing-Manager Yetkiner Yaldiz.

Unabhängig davon teilt das Rathaus mit, dass Weber ohnehin sein Pachtrecht nicht weiterverkaufen dürfe – er dürfe nur untervermieten. Und selbst das ist angesichts der Räumungsklage gerichtlich umstritten.

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Eingeordnet unter Behörden, Das Rote Wien, Stadtplanung

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