Servitenkloster: vier Flüchtlinge aus Pakistan als Spielball der Politik

Aus dem FALTER 33/2013

Reportage: Joseph Gepp
Foto: Christian Wind

Da sitzen sie am Parkplatz des Servitenklosters: vier Pakistani aus jener Gruppe, um die es seit Monaten so viel Wirbel gibt. Die zuerst die Votivkirche besetzte und dann hier unterkam. Aus der einige überraschend abgeschoben wurden. Unter die sich laut Innenministerium auch eine brutale Schlepperbande gemischt haben soll.

Waryakhel S., Ali A., Khan W. und Mir J. heißen die vier Männer. Der älteste kam 1978 zur Welt, der jüngste 1994. Bei Zweien ist das Asylverfahren noch offen; über die beiden anderen wurde das „gelindere Mittel“ verhängt. Das heißt, dass sie, obwohl auf freiem Fuß, abgeschoben werden können.

Ein unappetitlicher Streit ist um die Pakistani im Servitenkloster entbrannt. Dass ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner mit dem Schleppereivorwurf auf Wählerfang gehe, sei ein „Armutszeugnis“, kritisierte etwa vergangene Woche Michael Landau, Chef der Caritas Wien. Das Ministerium pariert den Vorwurf: Die Caritas betreibe „Dramatisierung“.

Foto: Christian Wind

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