Gebührenerhöhungen: Die fetten Jahren sind auch in Wien vorbei

Aus dem FALTER 34/2011

Joseph Gepp

Parkschein, Kanal, Müll, Autoabschleppung, Wasser: Ab 2012 müssen Wiener teils empfindlich höhere Gebühren zahlen. So wird ein 30-Minuten-Parkschein 65 statt bisher 60 Cent kosten – 8,3 Prozent mehr. Die Entleerung eines Mistkübels schlägt sich mit 4,24 statt 3,99 Euro zu Buche. Wasser verteuert sich gleich um ein Drittel, von 1,30 auf 1,73 Euro je Kubikmeter.

Offiziell spricht die rot-grüne Koalition von Inflationsanpassung und Qualitätssicherung – tatsächlich ist die Finanzlage der Stadt trist: Der Schuldenstand hat sich seit 2005 auf 3,07 Milliarden Euro verdoppelt. Die Krise schlägt sich darin ebenso nieder wie teure Sozialmaßnahmen à la Gratiskindergarten.

Zu den Erhöhungen kommen weitere Preissteigerungen bei Gas und Fernwärme ab Herbst – dies ist jedoch auch auf Rohstoffpreise zurückzuführen. Zusätzlich wurden im letzten Budget die Wohnbauausgaben um 60 Millionen Euro oder zehn Prozent gekürzt. Die Folge: Laut Angaben von Bauträgern warten heute rund doppelt so viele Leute auf eine geförderte Neubauwohnung wie 2010.

Fazit: Nach drei Jahren ist die Wirtschaftskrise auch im Säckel des wohlhabenden Wien zu spüren. Mit weiteren Einsparungen ist zu rechnen.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Behörden, Das Rote Wien

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s