Käsekrainer vs. Kebab: Zwei Imbissstände sind einer zu viel

Aus dem FALTER, 16/2011

Foto: Hans Hochstöger

Zwei Imbissstände auf engem Raum: Dominique Reinprecht, Betreiberin eines Würstelstandes am Alserspitz, freut sich, dass der benachbarten "pizza kebab world“ der Betrieb behördlich untersagt wird

Die Leute“, sagt Dominique Reinprecht, 20, „lassen sich ein Pizzastück einpacken, hüpfen in die Straßenbahn, und weg sind sie. Das ist nicht gut für uns.“ Reinprecht betreibt einen Würstelstand am Alserspitz, wo Alserstraße und Skodagasse zusammenlaufen. Aber ihre Frankfurter und Käsekrainer dampfen immer öfter unberührt auf dem Grill. Denn keine zwei Meter vor ihrem Stand macht die ungleich auffälligere „pizza kebab world“ Kunden abspenstig, betrieben von Dursun Taskin, Besitzer eines guten Dutzends Wiener Kebabstände.

Seit Jahren tobt in der Josefstadt ein kurioser Streit um Fastfood. Taskins Bude, ursprünglich Zeitungskiosk, verwandelte sich 2008 plötzlich in einen Imbissstand – zum Leidwesen des Konkurrenten und ohne Betriebsbewilligung des Bezirks. Der verfügte jetzt nach langem Zögern die Schließung von Taskins Kebab-Welt. „Gut so“, befindet Reinprecht. „Versteckt hinter unserem großen Nachbarn hat uns ja keiner mehr gesehen.“

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Eingeordnet unter Behörden, Reportagen, Wien

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