Müssen Sie nun zu den serbischen Mördern zurück, Herr Mirilo?

Jovan Mirilo schickte das Srebrenica-Video nach Den Haag – und musste aus seinem Heimatland Serbien nach Österreich fliehen. Von hier sollte er, obwohl mit Preisen bedacht, samt Familie abgeschoben werden. Eine Entscheidungsgrundlage für den negativen Bescheid war ein anonymes und diffamierendes Gutachten des Innenministeriums. Nach Protesten sagte das Innenministerium zu, doch nicht abzuschieben und den Asylfall neu aufzurollen (Falter 5/10).

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Beinahe in die Lebensgefahr abgeschoben: Jovan Mirilo
Foto: Katharina Gossow

„Meine Anwältin hat eine Beschwerde gegen das Gutachten eingebracht, die jetzt am Asylgerichtshof geprüft wird. Wir sind optimistisch, weil wir wissen, dass diese Prüfung nicht so voreingenommen ist, wie es davor das Gutachten war. Wir hoffen, dass die Prüfung noch im Jänner 2011 abgeschlossen sein wird. Und wenn wirklich alles gutgeht, bekommen wir danach noch im selben Monat den positiven Asylbescheid. Dann können wir uns endlich ein normales Leben aufbauen. Momentan ist es nämlich nicht einfach. Vor kurzem haben wir unsere Mietwohnung verloren. Im letzten Moment, bevor wir auf der Straße standen, fanden wir dann eine neue. Sie liegt in Meidling. Das ist gut, weil unsere kleine Tochter in der Nähe in die Schule geht.“

Nachfrage: Joseph Gepp

Die ganze Geschichte:
Der verratene Held vom Februar 2010

Erschienen im Falter 51/2010

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Eingeordnet unter Balkan, Behörden, Jovan Mirilo, Migranten

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