Arbeit in die Auslage! Wie Wiens Grüne sterbende Straßen beleben wollen

Joseph Gepp

Leere Geschäfte, verstaubte Auslagen, Plakatfetzen über Wänden: In großen Teilen Wiens verkommen Erdgeschoße, wo einst Kleingewerbe war. Leerer Raum entsteht, der ganze Grätzeln hinunterzieht. Die in Wien gängigen Mietpreise scheinen schlicht nicht geschaffen für die kleinen Ex-Ladenflächen mit den heute begrenzten Verwendungsmöglichkeiten.

Nun, im Wahlkampf, präsentieren die Grünen eine Idee zu ihrer Wiederbelebung. Denn Bedarf an Flächen bestehe durchaus, meint Planungssprecherin Sabine Gretner zusammen mit den Bezirksgrünen der Brigittenau, wo der Leerstand besonders hoch ist. Selbstständige und Freiberufler würden oft händeringend nach billigem Büroraum suchen. „Es gilt, eine vertrauensbildende Schnittstelle zwischen ihnen und den Eigentümern zu schaffen“, sagt Gretner.

Eine neu zu gründende Agentur soll daher als eine Art Börse fungieren und Mietverträge für Kleinstunternehmer abschließen, Rechtsberatung anbieten oder etwa Bürogemeinschaften organisieren. Wie in deutschen Städten soll dies verlassenen Straßenzügen wieder Leben einhauchen. „Dabei gewinnen die Unternehmer und die Eigentümer“, sagt Gretner. „Denn derzeit stehen die Flächen ohnehin nur leer.“

Erschienen im Falter 35/2010

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Eingeordnet unter Das Rote Wien, Stadtplanung

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