STADTRAND – Fanta-Seen: Sind die Wiener Verschwender?

Vielleicht verraten gerade die uniformsten Dinge das meiste über die Gesellschaft. Zum Beispiel Fastfood-Lokale: Das Grundkonzept ist weltweit dasselbe, also sollte eigentlich jede kleine Abweichung auf eine Eigenheit der regionalen Kundschaft schließen lassen. Zum Beispiel Free-Refill-Stationen. In den USA sind die Selbstbedienungszapfanlagen ganz alltäglich. In Wien scheint man Probleme damit zu haben. Denn regelmäßig – aktuell in einer McDonald’s-Filiale am Praterstern – werden die Hähne wieder demontiert. Ist uns so viel Eigenverantwortung nicht zuzutrauen? Planscht der Wiener im Fanta? Zapft er sich das Cola direkt in den Mund? Wir schätzen völlig unqualifiziert, dass man hierzulande mit großen und frei verfügbaren Mengen nicht umzugehen gelernt hat. Denn wenn man, wie in den USA, sowieso um drei Extracent die Jumboportion bekommt, verlockt der Hahn niemanden zur Verschwendung. In Wien dagegen ist er eine mittlere Sensation. Also drückt man noch schnell einen mittleren Fanta-See raus. Bevor die Quelle wieder versiegt.

Erschienen im Falter 23/09

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Konsum, Stadtleben, Stadtrand

Eine Antwort zu “STADTRAND – Fanta-Seen: Sind die Wiener Verschwender?

  1. Ich mag das leider nur 9 flegon aber die parodie ist so nice das ichs heute noch gucke ist jetzt 8 jahre her das ich das erste mal gesehen habe aber es ist so nice

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