Online-Offshore-Konten: So kinderleicht ist Steuerflucht

Man muss nicht Don Corleone sein, um Steuern zu hinterziehen. Ein Blick ins Internet reicht, Google, Stichwort „offshore bank account“. Da kommt einiges: Eine Steuerberatungskanzlei bietet ein Weihnachtsangebot – das „Bronzepackage“ inklusive Briefkastenfirma (Panama, Seychellen oder Belize). Eine panamaische Kanzlei schreibt stolz, dass es Behörden unmöglich ist, die Kontoeigentümer festzustellen. Bei der britischen HBSC-Bank bekommt man 24-Stunden-Telefonbanking zu den Cayman-Inseln. Und die Benutzer? Die diskutieren in Foren angeregt übers vielfältige Angebot. „Wie kann man Geld ohne Verdacht offshore transferieren?“, fragt ein Anonymer. „Wenn man normal überweist, kriegt das Finanzamt das ja mit.“ Und dann verabschiedet sich Don Corleone: „Schöne Grüße aus Österreich.“

Joseph Gepp

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Erschienen im Falter 50/08

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